Dr. h. c. Jean-Claude Juncker
- Ein Kurzportrait –
Der
„Motor des europäischen Integrationsprozesses“ gilt als einer der prominentesten
Verfechter der europäischen Einheit und gestaltet in verschiedenen Ämtern seit
über zwei Jahrzehnten die luxemburgische Politik mit.
Am 9.12.1954 in Redingen/ Luxemburg geboren trat Jean-Claude Juncker 1974 nach dem Abitur der Christlich-Sozialen-Volkspartei (CSV) bei. 1975 bis 1979 studierte er an der Universität Straßburg Rechtswissenschaften und wurde 1980 als Rechtsanwalt zugelassen.
Juncker verstand sich von Anfang an auch als Politiker. So erfolgte 1982 seine Ernennung zum Staatssekretär für Arbeit und Soziales. Bei den Parlamentswahlen 1984 errang er erstmals ein Mandat, trat dieses jedoch nicht an, da er zum Arbeitsminister ernannt wurde. 1989 bis 1995 war Juncker Arbeits- und Finanzminister Luxemburgs. In dieser Zeit gestaltete er den Maastrichter Vertrag entscheidend mit. Anfang 1995 wurde Juncker als Nachfolger von Jacques Santer luxemburgischer Premierminister. Daneben bekleidete er hohe Ämter bei der Weltbank und dem IWF und ist seit 2005 der ständige Vorsitzende der Euro-Gruppe.
Juncker übernimmt innerhalb der EU immer wieder erfolgreich die Rolle eines geschickten Vermittlers. Vor allem beim Zustandekommen des Euro-Stabilitätspaktes 1996 in Dublin spielte er eine maßgebliche Rolle.
Neben zahlreichen Ehrungen erhielt er 2001 die Ehrendoktorwürde der Universität Münster, 2005 den Hallstein-Preis und 2006 den Karlspreis der Stadt Aachen.